Förderprogramm Wasserwirtschaft und Altlasten: Land fördert Wahlkreis Reutlingen mit 1.133.300 Euro und Wahlkreis Hechingen-Münsingen mit 8.254.900 Euro

Umweltschonende Abwasserentsorgung, Hochwasserschutz oder Regenwasser-Rückhaltung: Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) unterstützt die Städte und Gemeinden mit rund 190 Millionen Euro bei Projekten zu Wasserwirtschaft und Altlasten-Beseitigung.

Die Investitionen der Landesregierung aus Mitteln des Kommunalen Investitionsfonds ermöglichen den Kommunen, ihre Wasserversorgung zu erneuern, den Schutz vor Hochwasser zu verbessern oder die Qualität der Flüsse, Seen und des Bodens in Baden-Württemberg dauerhaft zu steigern.

 „Es freut mich sehr, dass 1.133.300 Euro aus dem Fördertopf in den Wahlkreis Reutlingen und 8.254.900 Euro in den Wahlkreis Hechingen-Münsingen fließen, der Hochwasserschutz und die Wasserversorgung im ländlichen Raum werden in Zeiten des Klimawandels immer wichtiger“, so der Grüne Landtagsabgeordnete Thomas Poreski.

 1.133.300 Euro  fließen nach Reutlingen. Davon entfallen 100.000 Euro auf die Erstellung von Starkregengefahrenkarten, 733.300 Euro gehen in die naturnahe Umgestaltung der Echaz im Bereich Gaasgarten und 300.000 Euro in die Beseitigung von schadstoffbelasteter Schlacke in der Erddeponie „Saurer Spitz“ am Reutlinger Schachenwald nach Reutlingen.

266.600 Euro fließen nach Bad Urach. Davon gehen 209.500 Euro in den Hochwasserschutz der Erms im Bauabschnitt 1 und 2 und ein Kostenanteil von 57.100 Euro geht in die Verbundleitung für den Hochbehälter Hengen zum Hochbehälter Böhringen des Zweckverbandes Wasserversorgung Vordere Albgruppe für Bauabschnitt 3.

5.074.000 fließen nach Römerstein. Davon gehen 4.698.500 Euro in die Stilllegung der Kläranlage Böhringen und zwar in den Bauabschnitt 1 des Anschluss an die Kläranlage Metzingen sowie die Ausleitung aus dem Wasserschutzgebiet. Ein Kostenanteil in Höhe von 375.500 Euro werden in die Verbundleitung für den Hochbehälter Hengen zum Hochbehälter Böhringen des Zweckverbandes Wasserversorgung Vordere Albgruppe in Bauabschnitt 2 investiert.

Die Gemeinde Grabenstetten erhält einen anteiligen Zuschuss von 183.000 Euro an der Verbundleitung für den Hochbehälter Hengen zum Hochbehälter Böhringen des Zweckverbandes Wasserversorgung Vordere Albgruppe für den Bauabschnitt 4.

Die Gemeinde Burladingen erhält 2.701.400 Euro. 64.000 Euro beträgt der Kostenanteil zur Bezugsrechteerhöhung der Bodenseewasserversorgung und den Einbau eines Notstromaggregats des Zweckverbands Albwasserversorgung. 2.701.400 Euro werden in den Ausbau und die Erweiterung der Kläranlage Burladingen zur Spurenstoffentnahme sowie in die maschinelle Überschussschlammeindickung und Nachklärung investiert.

Die Gemeinde Sonnenbühl erhält einen Kostenanteil von 29.900 Euro zur Bezugsrechteerhöhung der Bodenseewasserversorgung und den Einbau eines Notstromaggregats des Zweckverbands Albwasserversorgung.

„Die kommunale Abwasserbehandlung ist eine finanzielle Herausforderung für die Gemeinden, jedoch ein elementarer Beitrag zur Stärkung der kommunalen Infrastruktur. Diese Maßnahmen machen die Gemeinden Reutlingen, Römerstein, Bad Urach, Burladingen, Grabenstetten und Sonnenbühl  zukunftsfest für die nächsten Jahre. Ich freue mich, dass die Landesregierung ihren Teil dazu beiträgt und, dass diese Projekte ins Rollen kommen“, sagt Poreski.

Mit rund 88 Millionen Euro werden nach Unterstellers Angaben dieses Jahr Maßnahmen im Abwasserbereich gefördert. Knapp 50 Millionen Euro gehen in den Bereich Hochwasserschutz und Gewässerökologie, fast 40 Millionen in die Wasserversorgung und gut 11 Millionen in die Altlastensanierung.

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