Die Landkreise Reutlingen, Tübingen und der Zollernalbkreis profitieren von Förderprogramm für Städtebau

MdL Thomas Poreski (Grüne): „Wir stärken Zentren, beleben Innenstädte, stärken die kommunale Identität und gehen den dringend benötigten Wohnungsbau an.“

Insgesamt erhalten Städte und Kommunen in Baden-Württemberg rund 265 Millionen Euro aus Landes- und Bundesmitteln für 396 Maßnahmen zur Städtebauförderung. Dies teilte das Wirtschaftsministerium am Mittwoch in Stuttgart mit. Die Schwerpunkte bei der diesjährigen Städtebauförderung reichen vom Bau und Erhalt von Wohnungen, über die Weiterentwicklung bestehender Zentren bis zu Maßnahmen für den Klimaschutz.

„Die Mittel zur Städtebauförderung fließen gleich in mehrere Kommunen im Landkreis Reutlingen, beispielsweise in die Modernisierung der historischen Häuserzeile in der Reutlinger Oberamteistraße und die Erneuerung der Klosterkirche zu einem Kulturhaus in Pfullingen. Damit setzen wir vor Ort um, was wir landesweit verfolgen: Unsere Kommunen lebenswert zu erhalten und zukunftsfähig zu gestalten“, sagt der Grüne Landtagsabgeordnete Thomas Poreski.  

Im Landkreis Reutlingen erhalten folgende Kommunen eine Förderung:

  • Hülben, 400.000 Euro, Ortsmitte III: Finanzhilfeerhöhung für das laufende städtebauliche Erneuerungsgebiet
  • Pfullingen, 1.323.000 Euro, Lindenplatz: Städtebauliches Einzelvorhaben Erneuerung Klosterkirche zu Kulturzentrum
  • Reutlingen, 1.100.000 Euro, Quartier Oberamteistraße: Finanzhilfeerhöhung für das laufende städtebauliche Erneuerungsgebiet für die Modernisierung der historischen Häuserzeile in der Oberamteistraße und die Neugestaltung des Marktplatzes
  • Römerstein, 400.000 Euro,  Ortsmitte Böhringen 2: Finanzhilfeerhöhung für das laufende städtebauliche Erneuerungsgebiet
  • Römerstein, 192.000 Euro, Ortsmitte Böhringen 2: Städtebauliches Einzelvorhaben Kindergarten Böhringen
  • Wannweil, 450.000 Euro, Ortskern 2: Finanzhilfeerhöhung für das laufende städtebauliche Erneuerungsgebiet

    Auch in den Landkreisen Tübingen und im Zollernalbkreis werden unter anderem folgende Gemeinden/Städte gefördert, die zu Thomas Poreskis Wahlkreis Reutlingen gehören:
  • Gomaringen, 1.000.000 Euro, Ortsmitte III: Finanzhilfeerhöhung für das laufende städtebauliche Erneuerungsgebiet zur baulichen Erneuerung der denkmalgeschützten Kindlerschen Fabrik, private Modernisierungs- und Ordnungsmaßnahmen, Neugestaltung des öffentlichen Raums
  • Gomaringen, 347.000 Euro, Ortsmitte III: Finanzhilfeerhöhung für das städtebauliche Einzelvorhaben Neubau Funpark/Jugendhaus
  • Kirchentellinsfurt, 900.000 Euro, Ortskern III: Finanzhilfeerhöhung für das laufende städtebauliche Erneuerungsgebiet
  • Nehren, 900.000 Euro, Nehren-Ortskern: Finanzhilfeerhöhung für das laufende städtebauliche Erneuerungsgebiet

     
  • Burladingen, 400.000 Euro, Südliche Kernstadt: Finanzhilfeerhöhung für das laufende städtebauliche Erneuerungsgebiet
  • Hechingen, 1.300.000 Euro, Oberstadt: Finanzhilfeerhöhung für das laufende städtebauliche Erneuerungsgebiet für die Umgestaltung des Obertorplatzes, Schaffung von Stellplätzen, private Erneuerungsmaßnahmen, bauliche Erneuerung von Gebäuden im Bestand

    Hinter der Städtebauförderung steckt auch ein ökologischer Gedanke der grün-geführten Landesregierung. „Für eine nachhaltige Baupolitik gilt für uns Grüne ‚Innenentwicklung vor Außenentwicklung‘. Das heißt: Wir wollen im Zentrum zuerst nicht-genutzte Flächen in Bauflächen umwidmen, um so wertvolle Grünflächen im Außenbereich zu schützen“, so MdL Poreski. Weitere Beispiele sind energetische Sanierungen von Altbauten und die Förderung von Grünflächen.

    Die Städtebauförderung ist zudem ein Ausdruck einer weiteren wichtigen politischen Zielsetzung: Die Stärkung der Kommunen angesichts des demografischen Wandels. „Im ländlichen Raum sind Ortskerne die Herzkammern vieler Gemeinden. Indem wir Leerstände beseitigen, Wohnraum modernisieren und Flächen für Bauvorhaben zugänglich machen, knüpfen wir an ein zentrales Vorhaben an – die Entwicklung und Stärkung der Quartiere für ein gutes Zusammenleben in Städten und auf dem Land“, sagt MdL Poreski. 

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